Das PERMA-Modell

Martin Seligman, ein Pionier der Positiven Psychologie, hat das PERMA-Modell entwickelt. Demnach tragen vor allem die folgenden 5 Faktoren zu einem glücklichen und erfüllten Leben bei:

Positive Emotionen

Jeder Mensch möchte glücklich sein. Je öfter es dir gelingt, positive Gefühle zu entwickeln und negative zu verdrängen, desto glücklicher wirst du sein. Liebe, Freude, Lebenslust, anderen helfen, vielleicht auch der Glaube eignen sich hervorragend dazu, positive Emotionen zu entwickeln. Eine schöne Gewohnheit ist auch diese: Reflektiere jeden Abend den vergangenen Tag. Was hast du an schönen, positiven Dingen erlebt? Was hat zum Gelingen dieses Tages beigetragen?

Engagement

Seligman meint damit, dass man häufig im Flow-Zustand sein sollte. Diesen Begriff hat der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi erfunden. Im Flow befindest du dich, wenn du vollkommen vertieft in einer Tätigkeit bist. Du merkst gar nicht, wie die Zeit vergeht. Im Flow bist du in der Regel dann, wenn du etwas sehr gerne tust und weder überfordert noch unterfordert bist. Deshalb ist es so wichtig, dass du deine Stärken und Fähigkeiten gezielt einsetzt und für eine Sache brennst.

Ich fasse den Begriff „Engagement“ noch weiter. Dazu gehört für mich auch der Einsatz für andere. Zum Beispiel, indem ich mich ehrenamtlich engagiere (das wiederum führt zu positiven Emotionen). Oder indem ich spende (Geldspenden, Sachspenden). Möglichkeiten, sich für andere einzusetzen, gibt es viele. Ich bin leidenschaftlicher Investor. Ich habe mir angewöhnt, jeden Monat ein Zehntel meiner Gewinne für wohltätige Zwecke zu spenden. Man kann aber nicht nur Geld geben. Man kann auch seine Liebe oder seine Zeit verschenken. Ich engagiere mich derzeit in einer Sammel- und Verteilstelle für Flüchtlinge. Dabei kommt mir so viel Dankbarkeit entgegen, die mit Geld nicht zu bezahlen ist. Überlege dir, wie du dich finanziell oder sozial engagieren kannst. Das ist der beste Weg, die Welt ein kleines bisschen besser zu hinterlassen, als du sie bei deiner Geburt vorgefunden hast.

Beziehungen

Wir Menschen sind Gemeinschaftswesen. Manch einer findet sein größtes Glück darin, eine Familie zu gründen und für seine Lieben da zu sein. Ein intaktes soziales Umfeld ist durch nichts zu ersetzen. Das ist Glück pur. Meiner Meinung nach kann man seine Zeit nicht besser nutzen, als sie mit der Familie oder guten Freunden zu verbringen.

Genauso wichtig ist aber auch, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, die einen beruflich weiterbringen. Im Job kommst du nur voran, wenn du sichtbar bist und dich vernetzt. Und zwar mit den richtigen Leuten. Ich musste selbst leidvoll erfahren, dass Fleiß und Engagement allein nicht genügen. Ohne „Vitamin B“ geht es meistens nicht.

Sinn

Gleich vorneweg: Es gibt nicht den Sinn des Lebens. Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg gehen, hat eigene Vorstellungen vom Leben und vom Sinn des Lebens. Für den einen ist es die Weitergabe der eigenen Gene (Fortpflanzung). Der andere sieht den Sinn seines Lebens vielleicht darin, anderen zu helfen und wird Krankenpflegerin oder Ärztin. Sinn und Ziele sind enge Verwandte. Der Lebenssinn kann nämlich auch darin bestehen, ein Ziel anzustreben, das größer ist als man selbst und über das eigene Leben hinausgeht. Man könnte es auch eine Vision nennen. Bill Gates zum Beispiel hatte das Ziel, durch geeignete Software allen Computernutzern einen entscheidenden Mehrwert zu bieten. „Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Heim“ war sein erklärtes Ziel. Eine Stiftung zu gründen, ein Buch zu schreiben, das andere Menschen inspiriert, sein Wissen weiterzugeben sind weitere visionäre Ziele, die Spuren hinterlassen und oft weit über das eigene Leben hinausgehen. Ein höheres Ziel verleiht deinem Leben Sinn.

Zielerreichung

Hast du dir schon Ziele gesetzt? Was willst du erreichen im Leben? Beruflich und privat. Was willst du unbedingt noch sehen, erleben, tun? Für ein sinnerfülltes Leben braucht es Ziele. Kleine und große. Kurzfristige und langfristige. Ganz wichtig: Die Ziele müssen messbar, terminiert und realistisch sein. Eines Tages ein großes Vermögen zu besitzen? Ein solches Ziel ist nicht messbar. Wo beginnt „Vermögen“? Bei 100.00 Euro? Bei einer Million? Oder erst bei mehreren Millionen? Es ist nicht terminiert. Wann will man dieses Ziel erreicht haben? Und es ist auch nicht realistisch, wenn man zum Beispiel schon die 50 überschritten hat und Harz-IV-Empfänger ist. Diese Kriterien (messbar, terminiert, realistisch) gelten für alle Ziele!

Weitere Regeln

Ich habe darüber hinaus noch folgende Regeln definiert, die mich durch mein Leben geleiten:

Sei selbstbestimmt

Lass dir dein Leben nicht von anderen diktieren. Klar, als Angestellter oder Arbeiter bist du deiner Chefin/deinem Chef gegenüber weisungsgebunden. Man kann nicht immer tun, was man gerne möchte, ohne damit jemand anderem oder sich selbst zu schaden. Es gibt aber trotzdem noch eine Menge großer und kleiner Entscheidung, bei denen du eine Wahl hast. Du kannst einen bestimmten Beruf erlernen. Auch wenn deine Eltern gar nicht damit einverstanden sind. Du kannst dein Geld in Aktien investieren. Auch wenn dir deine Oma rät, das Geld in den Sparstrumpf zu stecken. Du kannst als Single leben. Auch wenn all deine verheirateten Bekannten ein intaktes Familienleben das allein Seligmachende ist. Du kannst bewusst auf Kinder verzichten. Auch wenn deine Mutter so gerne Enkelkinder hätte. Mach dein Ding und lasse dir nicht von anderen vorschrieben, wie du leben sollst!

Sei dankbar für alles, was dir an positiven Menschen, Dingen und Erlebnissen begegnet. Denke dabei nicht nur an viel Geld, eine großartige Karriere, ein großes Haus. Lerne, vor allem für die kleinen Dinge dankbar zu sein. Es gibt eine Menge davon und die meisten sind sogar kostenlos zu haben. Es gibt so vieles, für das man dankbar sein kann. Eine schöne Reise. Die eigene Familie. Liebe Menschen, in deren sozialen Netz man eingebettet ist, ein Spaziergang in der freien Natur. Ein Sonnenuntergang. Ein Kinderlachen. 

Lebe im Hier und Jetzt

Das ist rein psychisch gemeint. Physisch kannst du ja nur im Hier und Jetzt leben. Schließlich kann sich niemand rein körperlich in die Vergangenheit oder Zukunft beamen. Gedanklich kannst du aber sehr wohl jede Menge Zeit in der Vergangenheit oder in der Zukunft schwelgen. Das Leben findet aber JETZT statt. Die Vergangenheit ist bereits vorbei. Die kannst du nicht mehr ändern. Und die Zukunft ist noch nicht da. Dazu gibt es eine nette Geschichte:

Ein Mönch wurde einmal gefragt, warum er so gelassen und ausgeglichen ist. Der Mönch sprach: Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich trinke, dann trinke ich. Wenn ich schweige, dann schweige ich…“. Der Fragesteller unterbrach den Mönch. „Aber das mache ich doch auch!“ Da fing der Mönch wieder an. „Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich…“. Der Fragesteller wurde ungeduldig. „Aber dasselbe mache auch ich. Was ist dein Geheimnis?“ „Nein“, erwiderte der Mönch, „das tust du eben nicht. Wenn du stehst, dann läufst du schon. Wenn du gehst, bist du schon angekommen. Wenn du sitzt, dann strebst du schon weiter. Wenn du schläfst, dann bist du schon beim Erwachen. Wenn du isst, dann bist du schon fertig. Wenn du schweigst, dann bist du nicht gesammelt. Wenn du schaust, vergleichst du alles mit allem. Wenn du hörst, überlegst du dir schon wieder Fragen. Wenn du arbeitest, dann sorgst du dich ängstlich. Wenn du betest, dann bist du von Gott weit weg…“.

Sei selbstbewusst

Ich habe viele, sehr viele Fehler gemacht. Auch kapitale Fehler. Ich habe viel versäumt im Leben. Und vieles nicht erreicht, was ich mir erträumt hatte. Und das alles nur, weil mir das nötige Selbstbewusstsein fehlte. Diese Lebensregel ist mir die wichtigste. Deshalb habe ich dazu auch das E-Book Glaub an dich und du bist dem Wunder nah geschrieben. Es darum, wie man Selbstbewusstsein lernen kann. Ich musste die leidvolle Erfahrung machen, dass man ohne ausreichendes Selbstbewusstsein nicht weit kommt im Leben. Weder im privaten, sozialen, finanziellen noch beruflichen Umfeld. Hast du wenig Selbstvertrauen, wirst du zur Seite geschubst. Du stehst immer in zweiter Reihe. Du machst sich selbst klein. Arbeite an deinem Selbstvertrauen, wenn du wenig selbstbewusst bist. Das allein wird dich in allen Lebensbereichen nach vorne katapultieren.

Es ist nie zu spät, neu anzufangen

Reinhold Neven veröffentlichte mit über 60 Jahren seinen ersten Roman „Die Villa“. Beate Sander kaufte mir 59 Jahren ihre erste Aktie (Telekom). Sie schrieb zahlreiche Bücher über Aktien und die Börse, hielt Vorträge und machte mit ihren Investments ein Vermögen. John S. Pemberton war bereits 55 Jahre alt, als er sich den Namen „Coca-Cola“ patentieren ließ. Ray Kroc eröffnete erst mit 52 Jahren seine erste Mc-Donald`s-Filiale und Harland D. Sanders („Colonel Sanders“) gründete mit 62 Jahren „Kentucky Fried Chicken“. Egal, was du vorhast: Habe den Mut, deinen Traum zu verwirklichen. Egal, wie alt zu bist.

Sei sichtbar

Du kannst das tollste Produkt der Welt herstellen. Wenn es keiner kennt, wird es keiner kaufen. Du kannst den ultimativen Bestseller geschrieben haben. Kennt es niemand, wird es niemand lesen. Wenn du einen Job suchst, musst du dich bewerben. Suchst du eine Partnerin/einen Partner fürs Leben suchst, muss die Welt erst wissen, dass du für den Heiratsmarkt zur Verfügung stehst. Lass die Welt wissen, was du anzubieten hast. Lass die Welt wissen, dass es dich gibt. Erst, wenn du sichtbar bist, wirst du wahrgenommen. Im Online-Marketing spricht man auch von „Personal-Branding“. Mach dich zur Marke. Was ist der Unterschied zwischen Daimler-Benz und Tesla? Beide Marken sind weltbekannt. Aber kaum jemand kennt den Vorstandsvorsitzenden von Daimler-Benz. Elon Musk, den Gründer und Chef von Tesla kennt fast jedes Kind.

Konzentriere dich auf eine Sache

Viele Menschen glauben, sie wären multitaskingfähig. Sie glauben, mehrere Dinge auf einmal erledigen zu können. Mit jemand anderen zu sprechen, gleichzeitig einen Text zu lesen und vielleicht noch an die Planung für den nächsten Tag zu denken. Wir Menschen sind nicht multitaskingfähig! Wenn du versucht, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, wirst du nicht mehr, sondern weniger schaffen. Gary Keller hat darüber das sehr lesenswerte Buch The one Thing geschrieben. Ich habe es mir gekauft und habe daraufhin meine Arbeitsweise grundlegend geändert. Seitdem schaffe ich tatsächlich mehr in kürzerer Zeit.  

Lerne aus deinen Fehlern

Ich habe mehr Fehler in meinem Leben gemacht, als ich Haare auf dem Kopf habe (ich bin nicht der Teufel mit den drei goldenen Haaren. Ein paar mehr habe ich schon noch ?). Es ist keine Schande, Fehler zu machen. Ganz im Gegenteil. Fehler gehören zum Leben wie der Topf auf den Deckel. Aber man sollte nicht immer wieder die gleichen Fehler machen, sondern aus ihnen lernen. Fehler zu machen, ist die wahre Schule des Lebens. Würdest du immer alles richtig machen, könntest du dich nicht weiterentwickeln. Schon ganz kleine Kinder lernen durch Fehler. Sie versuchen zu laufen und fallen hin. Sie versuchen es erneut und irgendwann können sie gehen. Jeder Fehler ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem erfolgreichen Leben.

Verbringe jeden Tag eine Stunde mit dir selbst

Vielleicht hast du ein stressiges Leben. Stehst den ganzen Tag im Job unter Strom. Du bist zum Ausgleich sportlich aktiv. Nach Feierabend noch Erledigungen und Verpflichtungen. Und deine Familie möchte ja noch etwas von dir haben. Dann fällst du todmüde ins Bett, nachdem du deinem Kind noch eine Gutenachtgeschichte vorgelesen hast. Trotzdem: Versuche, eine Zeitscheibe am Tag nur für dich zu reservieren. Es muss auch keine volle Stunde sein. Auch eine Viertelstunde würde schon genügend. Lies jeden Tag in einem guten Buch oder gehe spazieren.

Reichtums-Regeln

Suze Orman ist eine amerikanische Autorin, Finanzberaterin, Motivationstrainerin und Moderatorin. Sie hat ein Buch über private Finanzen geschrieben. Darin empfiehlt sie unter anderem 5 Gesetze des Geldes. Als Investor habe ich diese Gesetze schätzen und lieben gelernt. Ob du in Aktien investierst oder dein Geld anders anlegst: Diese 5 Gesetze werden vielleicht deine Meinung über Geld revidieren. Und vielleicht auch dein Anlegerverhalten.

Geld entsteht aus der Wahrheit. Lügen zerstören es

Nach Auffassung von Suze Orman kannst du kein Vermögen aufbauen, wenn du das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinauswirfst. Wenn du dir einen schicken, teuren Wagen zulegst, um deinen Status zur Schau zu stellen. Statussymbole kaufst, obwohl du sie dir eigentlich gar nicht leisten kannst. Wenn du mit Geld, das du gar nicht hast, Ding kaufst, die du nicht brauchst, um Menschen zu beeindrucken, die du nicht magst. Die Meinung der Autorin: Menschen sind wichtiger als Geld. Sie sind die Grundvoraussetzung für ein gelungenes Leben.

Schau auf das, was du jetzt hast, und weine nicht dem hinterher, was du einst hattest

Denke nicht immer daran, was sein könnte, wenn du anders reagiert hättest. Was du heute haben oder sein könntest, wenn du in der Vergangenheit dies oder jenes gemacht hättest. Hätte, hätte, Fahrradkette. Bleibe in der Gegenwart und überlege, was du jetzt tun kannst, um zukünftig ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Die Vergangenheit ist vorbei und nicht zu ändern. Du kannst aber jetzt die Weichen für die Zukunft stellen. Ich habe oft den Fehler gemacht, nach einer Fehlinvestition meinen finanziellen Verlusten nachzutrauern. Hätte ich doch nur diese Aktie nicht gekauft. Hätte ich nur jene Aktie früher verkauft. Das ist schmerzlich. Es bringt aber nichts, sich den Kopf darüber zu zermartern. Jeden Tag gibt es eine neue Investmentchance.  

Tu das, was für dich richtig ist und erst dann das, was für dein Geld richtig ist

Bleibe deinen eigenen Überzeugungen treu, was deine Investments angeht. Wenn du extrem risikofreudig bist, kannst du auch mit Optionen oder Optionsscheinen handeln. Wenn du eher auf Nummer sicher gehen willst, dann kaufst du nur Aktien großer Unternehmen, Investment-Fonds oder ETF (Exchange Traded Funds). Deine Investitionsstrategie muss zu dir passen. Es muss sich für dich „richtig“ anfühlen. Das Geld soll deinem guten Leben dienen und nicht umgekehrt.

Investiere in bekannte Bedürfnisse, bevor du in Unbekanntes investiert

Suze meint damit, dass man erst seine Grundbedürfnisse absichern sollte, bevor man beginnt, Vermögen aufzubauen. Zunächst müssen die Grundbedürfnisse abgedeckt sein. Miete, Kleidung, Essen, Altersversorgung, Versicherungen etc. müssen bezahlt sein. Erst dann man das übrige Geld für Luxusgüter ausgeben oder sinnvoll investieren.

Geld hat nur die Macht, die du ihm zugestehst!

Geld an sich hat keine Macht. Es ist einfach ein neutrales Zahlungsmittel. Die Macht wird ihm erst durch die Besitzerin/den Besitzer verliehen. Du hast selbst jederzeit die Kontrolle über dein Geld. Du kannst es sparen, spenden, Stiftungen aufbauen, anlegen, in überflüssige Sachen investieren oder Freunde kaufen. Es liegt allein an dir, was du damit machst. Fazit von Suze: Erst kommt der Mensch, dann das Geld.

Das sind meine Lebensregeln. Lebensregeln sind wie ein Leitfaden durchs Leben, damit du immer das Richtige tust. Du solltest dir aber selbst Gedanken über deine Lebensregeln machen. Vielleicht decken sie sich ganz oder teilweise mit meinen. Vielleicht baust du dir auch ein ganz anderes Regelwerk aus Denkmustern und Glaubenssätzen, die für dich passen.

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