Wir leben heute ein Leben in einer rationalen, durchorganisierten, hoch technisierten Welt von Smartphones, Notebooks, Tablets und anderen Hightech-Geräten. Hinzu kommen rasant wachsende neue Technologien wie zum Beispiel die künstliche Intelligenz. Dieses Leben ist nicht nur hektisch. Es ist auch steril und unpersönlich. Wir sind stets darauf aus, Geld zu verdienen. Wenn wir haben, was wir wollen, investieren wir unsere kostbare Zeit, um noch mehr Geld zu verdienen, um Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen und Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen. Hört das irgendwann auf? Normalerweise nicht, denn wir sind nie zufrieden. Wie oft haben wir uns eingeredet, dass das Leben so schön wäre, wenn wir nur etwas mehr Geld hätten? Und dann passiert es plötzlich. Wir kommen zu mehr Geld. Durch eine Gehaltserhöhung. Oder durch eine Beförderung. Vielleicht auch durch einen guten Deal an der Börse. Oder eine Erbschaft. Aber dann haben wir uns schnell daran gewöhnt. Wir schrauben unseren Lebensstandard höher. Schließlich können wir uns jetzt auch mehr leisten. Wer will schon weiterhin in einer kleinen Zwei-Zimmerwohnung wohnen, wenn er zum Abteilungsleiter befördert wurde? Der neu ernannte Abteilungschef will seiner Familie etwas bieten. Ein schönes Heim. Urlaub auf den Malediven, statt am Plattensee. Ein größeres Auto. Das alles kostet. Irgendwann reicht das Geld wieder nicht. Wir brauchen mehr davon. Der Kreislauf beginnt von vorne.
(mehr …)Kategorie: Finanzen
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Meine 2 dümmsten Fehler an der Börse – und im Leben
Wie alles begann
Vor langer Zeit erhielt ich einen Anruf von einem Anlageberater. Er riet mir, einige Barrel Rohöl an der New Yorker Rohölbörse zu kaufen. Ich hatte damals null Ahnung von Wertpapieren und vom Aktiengeschäft. Und schon gar nicht vom Warenterminhandel. Im Prinzip war dies ein Warentermingeschäft, das mir da angeboten wurde. Der Verkäufer versprach mir das Blaue vom Himmel herunter. Er rechnete mir vor, wie ich sehr schnell sehr viel Geld verdienen könnte. Ich verstand kein Wort. Trotzdem schlug ich zu und ging auf den Deal ein. Ich überwies 3.000 DM (das war damals noch viel Geld für mich) auf das Konto, das mir genannt wurde. „Augen zu und durch“ war meine Devise. Wird schon schiefgehen.
Und es ging schief. Ich hatte noch nicht einmal Anfängerglück. Wie sich bald herausstellte, handelte es sich um einen Betrüger, gegen den die Staatsanwaltschaft bereits ermittelte. Das war aber noch nicht mein dümmster Fehler.
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